
Konzert für Akkordeon (Bajan) und Orgel
Donnerstag, 18. Juni 2009, 20 Uhr
Abteikirche St. Nikolaus, Brauweiler
Akkordeon: Pjotr Rangno, Gronau (Westf.)
Orgel: Winfried Berger, Münster
Eintritt: 9,- EUR
Karten ausschließlich an der Abendkasse.
Auf die Frage nach Ihrem persönlichen Verhältnis zum Bajan, antwortete die berühmte russische Komponistin Sofia Gubaidulina: "Wissen Sie was mich an diesem Ungeheuer so fasziniert? Es atmet - es lebt!".
Der russische Instrumentenbaumeister Piotr J. Sterligow baute 1907 in St. Petersburg ein vierreihiges Knopfakkordeon, das er "Bajan" nannte. Das Instrument hat seither unter diesem Namen eine weite Verbreitung gefunden. Anfangs war das Bajan vor allem als Volksinstrument sehr beliebt und erklang bei Festen und Tänzen. Später gab es eine Entwicklung in spieltechnischer, instrumentenbaulicher und instrumentalpädagogischer Hinsicht, die das Bajan zu einem vollgültigen Konzertinstrument machte. Ausschlaggebend hierfür war nicht zuletzt die Einrichtung des Einzeltonmanuals, das dem Interpreten auf der linken Seite einen mehrere Oktaven umfassenden Tonraum bereitstellt. Somit wurde ein tonhöhenrichtiges, polyphones Spiel ermöglicht. In seiner Kunstform hat das Bajan rasch das Interesse der zeitgenössischen Komponisten geweckt, so dass es mittlerweile recht umfangreiche Originalliteratur gibt. Daneben existiert ein großes Repertoire an Transkriptionen und Bearbeitungen klassischer Stücke, die durch die Klangeigenschaften des Bajans eine ganz neue Ausstrahlung bekommen und das Publikum in besonderer Weise ansprechen.
Programm:
Eugene Gigout (1844-1925)
Grand Dialogue für Orgel und Bläser (Bajan)
Camille Saint-Sans (1835-1921)
Cavatina für Bajan und Orgel
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)
Sonate op. 65 Nr. VI, d-Moll
- Choral mit Variationen: Andante Sostenuto
- Allegro Molto
- Fuge: Sostenuto E Legato
- Finale: Andante
Sergei Prokofiev (1891-1953)
Morgentanz für Bajan und Orgel
Wladislaw Solotarjow (1942-1975)
Kloster von Ferapont
Rondo im Geiste Haydns
Frederic Chopin (1810-1849)
Improvisationen über
- Mazurka in five
- Mazurtango
Astor Piazzolla (1921-1992)
Zita für Bajan und Orgel
Piotr Rangno
Piotr Rangno begann im Alter von sechs Jahren mit dem Akkordeonspiel. Im Anschluss an seine Schulzeit absolvierte er sein Studium an der Musikhochschule Wroclaw (Breslau) in Polen. Piotr Rangno ist mehrfacher Preisträger nationaler und internationaler Akkordeonwettbewerbe. So wurde er u.a. 1997 für sein virtuoses Spiel in Castelfidardo (Italien) ausgezeichnet. Er gastierte als Solist und mit verschiedenen Ensembles in namhaften Konzertsälen Europas, so u.a. auch in der
Bagno-Konzertgalerie - dem ältesten freistehenden Konzertsaal Europas in Steinfurt, im Concertgebouw in Amsterdam und hatte zahlreiche Auftritte im Rundfunk und Fernsehen. Seit 1994 veröffentlichte Piotr Rangno 5 CDs und wirkte bei diversen CD-Produktionen mit. 2008 hat Piotr Rangno an einigen bekannten Festivals teilgenommen, so z.B. der „Chopiniana“ in Warschau/PL, dem Carinthischen Sommer in Österreich u.a.
www.rangno.de
Winfried Berger
Winfried Berger, geboren 1954 in Coburg/Ofr., absolvierte, nachdem er bereits in seiner Jugend als Mitglied des Windsbacher Knabenchors mit der Musik in Berührung gekommen war, ein Studium der Musik in Münster und Köln in den Fächern Orgel, Klavier und Cembalo sowie Meisterkurse bei Chapuis, Koopman, Litaize u.a.
Er war als Kirchenmusiker, Kantor und Organist in Essen, Soest und Münster tätig. Seit 1992 ist er Kantor an der Erlöserkirche in Münster. Daneben ist seit 1982 als Dozent für Klavier – und Orgelspiel und gründete 1992 in dieser Funktion die „Orgelakademie Kloster Steinfeld“, die er bis heute leitet.
Eine Vielzahl von Konzertreisen als Solist oder in Begleitung von Chören führte in durch ganz Deutschland, nach Frankreich, England, Norwegen, die Ukraine und Israel.
www.winfried-berger.de